Deine Persönlichkeit ist eine bewusste Entscheidung


Fotocredit: Anthony von Pexels

Wie oft hast du dir schon gesagt: „So bin ich halt.“ Oder: „Dafür bin ich zu introvertiert.“ Oder: „Das ist leider nicht so meins.“ Und insgeheim hast du dir gewünscht, anders zu sein. Aber naja, kann man halt nichts machen … Kann man nicht? Oder vielleicht doch?


Ich dachte lange Zeit, dass manche Dinge für mich nicht in Frage kommen, weil ich nicht die notwendigen Eigenschaften dafür mitbringe. Ich dachte, mein Charakter und meine Stärken wären gottgegeben und unveränderbar. Bis ich eines Tages erkannt habe, dass ich selbst bestimmen kann, welche Persönlichkeit und welche Talente ich habe. Was für eine Befreiung! Diese Perspektive war für mich eine riesige Entdeckung (und ist nach wie vor ein breites Lernfeld).


Deine Eigenschaften sind nicht vorbestimmt

Was bedeutet das jetzt für dich? Wenn du davon ausgehst, dass du in der Lage bist, deine Persönlichkeit bewusst zu verändern und sie sogar selbst auszusuchen, dann unterliegst du plötzlich keinen Beschränkungen mehr. Denn meistens stehen wir uns ja bloß selbst im Weg, stimmt? Wie großartig ist das denn bitte?



Was wirklich zählt, sind diese 3 Fragen

Der Weg zu deiner Wunsch-Persönlichkeit ist im Grunde genommen sehr einfach. Ganz leicht ist er allerdings nicht. Aber es lohnt sich dranzubleiben. Probier es mal aus.


1. Wie willst du sein?

Entscheide dich ganz bewusst für die Persönlichkeitsmerkmale, die du gerne hättest. Beschränke dich auf maximal 3 Eigenschaften, damit du dich gut darauf fokussieren kannst. Wie möchtest du dich selbst beschreiben? Völlig egal, wie andere dich sehen und unabhängig davon, ob du glaubst, dass diese Eigenschaften für dich möglich sind: Wie willst du gerne sein?


Und dann überlege, welche deiner Wunsch-Eigenschaften du bereits lebst, woran du das erkennst und wie du noch mehr davon in deinen Alltag bringen kannst.


Zu den Merkmalen, die noch nicht ausgeprägt sind, kannst du dir Übungsfelder festlegen und möglichst viele Situationen schaffen, um diese zu testen und zu verinnerlichen.


2. Wie verhältst du dich?

Wie immer im Leben geht es hier nicht nur um´s Nachdenken, sondern vor allem um das Tun und Ausprobieren: Welche Eigenschaften möchtest du ausbauen und durch welches Verhalten von dir kannst du dies erreichen?


Angenommen, du entscheidest dich dafür, offen und neugierig zu sein. Dann beginne damit, anderen wirklich zuzuhören. Mach dich frei von deinen Vorstellungen und fixen Ideen und höre mit offenem Herzen zu. Interessiere dich für Meinungen, die konträr zu deinen eigenen sind. Und führe gewohnte Handlungen bewusst anders aus: Nimm einen neuen Weg zur Arbeit, putz dir die Zähne mit der Zahnbürste in der anderen Hand, probiere eine neue Sportart aus, mach Dinge, die du vorher noch nie getan hast und beobachte interessiert, was das bei dir auslöst.


Egal für welche Eigenschaften du dich entschieden hast: Finde möglichst viele unterschiedliche Wege in deinem Alltag, um sie zu trainieren und zu verinnerlichen. Und wenn du eine gewünschte Veränderung bemerkt hast, feiere sie! Denn durch positive Emotionen setzen sich Veränderungen noch besser fest.



3. Welche Entscheidungen triffst du heute?

Unser Leben setzt sich aus unzähligen kleinen Entscheidungen zusammen, die wir meist unbewusst und aufgrund von alten Mustern und Verhaltensweisen treffen. So gesehen, sind wir die Summe unserer Entscheidungen. Und aus diesem Grund lohnt es sich, da genauer hinzuschauen. Denn nichts bringt uns weiter in Richtung Selbstbestimmung, als aus dem Reagieren-Modus in den Agieren-Modus umzuschalten. Das bedeutet: Entscheide in jeder Situation aktiv und bewusst, wie du dich verhältst – sprich: für welche Handlung du dich entscheidest.


Eine einfache Frage, die du dir dabei stellen kannst: Bringt dich diese Entscheidung hin zu dem, wie du sein willst oder bringt sie dich weg davon?


Viktor Frankl (Begründer der Logotherapie und Forscher im Bereich der Sinnfindung) sagt, es gibt eine kleine Lücke zwischen Reiz und Reaktion. Nutzen wir diese Lücke, dann können wir entscheiden, wie wir auf eine Situation reagieren. Sind wir im Autopilot-Modus unterwegs und nutzen diese Lücke nicht, dann treten unsere unbewussten Verhaltensweisen in Kraft und wir reagieren aufgrund alter Muster (und diese sind uns oft nicht sonderlich nützlich, vor allem dann nicht, wenn wir uns verändern wollen).


Buchtipp

Wenn du dich mehr mit diesem Thema beschäftigen willst, empfehle ich dir das Buch von Benjamin Hardy „Personality isn´t permanent“.

Er erklärt darin wissenschaftlich fundiert, wieso Persönlichkeitstests in Wahrheit keine Aussagekraft haben und wieso man von der Vergangenheit nicht auf die Zukunft schließen sollte.



Findest du diesen Ansatz hilfreich?

Schreib mir deine Gedanken dazu, ich freue mich darauf.


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